Geheimtipp Natron - Plastikfreier leben
Wir haben ein Plastik-Problem 
Ein plastikfreies Leben? Das klingt verrückt und utopisch. Gerade wenn man sich immer wieder die Bilder von riesigen Bergen aus Plastikmüll im Ozean anschauen muss. Es sind die Bilder, die wir immer wieder verfolgen können. Ein Haufen aus Plastikmüll soweit das Auge reicht. Das ist jedoch nur der sichtbare Teil dieser Misere. 99 % dieser Plastik befindet sich unterhalb der Meeresoberfläche. Ein Zustand, der in Zeiten von Klimawandel und Nachhaltigkeit alarmierend ist. Es ist das Resultat unseres unglaublich hohen Verbrauchs an Plastik-Produkten überall auf der Welt. Aber auch des unzureichenden Recyclings, sodass viel Plastik einfach weggeworfen wird und seinen Weg in unsere Natur findet. Dort gehört es aber nicht hin. Die negativen Seiten dieses Phänomens sind vielfältig. Verendete Wale, deren Mägen voller Plastik sind oder Vögel, die sich in den Müllbergen verheddern und deren einziger Ausweg der Tod zu sein scheint. Viele Produkte auf dem Markt bestehen leider immer noch meist aus Plastik. Wenn man mal einen Rundgang durch seine eigene Wohnung macht, fällt einem auf, wieviele Artikel es eigentlich sind. Ist ein plastikfreies Leben also doch nur reine Utopie? Zumindest gibt es Wege sich einem solchen Leben zu nähern.

Denn wenn du jetzt glaubst, hier bist du nur zum Zuschauen verdammt, dann täuschst du dich gewaltig. Ich selbst habe tolle Erfahrungen gemacht, wie ich plastikfrei leben kann und diese möchte ich hier in diesem Blog sehr gern mit dir teilen.

Plastikfreie Alternativen gibt es mittlerweile viele, um das sensible Ökosystem des Meeres sowie die Tiere zu schonen. Es gibt viele Blogs darüber wie zum Beispiel den Blog "Leben ohne Plastik", den Blog "besser Leben ohne Plastik" oder den Blog "plastikfrei leben". In meinem Blog versuche ich euch "plastikfrei leben" Tipps zu geben, die sicherlich noch nicht in aller Munde sind.

Eine vielversprechende Möglichkeit, dass man plastikfrei leben kann ist die Anwendung von Natron, eine Jahrtausende alte Allzweckwaffe, welche fast schon an ein Wundermittel grenzt. Überall auf der Welt kennt und nutzt man es. Die Verwendung des Natron Reiniger ist aktueller denn je, sodass wir alle nachhaltig plastikfrei leben können.

 

Natron als Reiniger - Comeback eines vergessenen Alleskönners? 
Schon vor Hunderten von Jahren, seit dem frühen Altertum, schätzten die Menschen die tolle Wirkung dieses Alleskönners. Der Begriff Natron geht auf die Ägypter zurück, die es bei der Mumifizierung für die Trocknungsphase des Leichnams benötigten. Damals hatte man das Problem von Plastikmüll noch nicht. Plastikfrei leben war also noch kein Thema. Im Jahr 1860 entwickelte Ernest Solvay eine neue Methode, bei welcher billiges Kochsalz mithilfe von Wasser und Ammoniak zu Natron und Salmiak reagiert. Heute wird das Natriumsalz der Kohlensäure mithilfe des Solvay-Verfahrens in großen Mengen hergestellt. In der Chemieindustrie gilt Natron als wichtige Grundchemikalie und wird bis heute zu medizinischen Zwecken eingesetzt.

Natron, dessen chemische Formel NaHCO3 lautet wird heute in Europa also aus natürlichem Kochsalz gewonnen, indem man Chlor gegen Karbonat = Kohlensäure austauscht. Natron gibt es in vielen Mineralwässern und Heilquellen, es bindet und neutralisiert alle Säuren und wandelt sie in neutrale Salze und sprudelnde Kohlensäure um. 

Der riesige Vorteil und gleichzeitig die Stärke von Natron ist seine unglaublich reinigende Wirkung, die einfach viele herkömmliche Reinigungs- und sogar Spezialmittel, fast immer in Plastik-Flaschen verpackt, überflüssig macht und so plastikfreies Leben begünstigt. Schauen wir in unsere Drogeriemärkte sehen wir so viele Produkte in Plastik-Verpackungen, die eventuell später in unserer Natur landen. Und genau hier kommt Natron ins Spiel. Es ist kostengünstig und effizient und die Anwendungen haben mich als Alternativen zu Plastik-Produkten total überzeugt. Das es auch zum Beispiel in der Küche bei Obst und Gemüse und darüber hinaus noch viele weitere Anwendungsbereiche und Tipps gibt Plastik zu vermeiden und plastikfreier zu leben wirst du weiter unten noch feststellen.  

 

Industrielle Reinigungsmittel ade 
Eine Packung Natron gibt es schon recht günstig in jedem Drogeriemarkt oder Supermarkt. Nun ist nur noch deine Kreativität gefragt, denn du musst deinen Natron Reiniger selbst herstellen. Möchtest du es lieber als Ersatz für eine Scheuermilch verwenden, deinen Rohrreiniger ersetzen oder deine Waschmaschine damit befüllen? Der Möglichkeiten und Tipps sind keinerlei Grenzen gesetzt. Das Reinigungsmittel selbst herstellen klingt erstmal aufwendig, ist es aber bei genauerer Betrachtung nicht. Mit einer selbst hergestellten Mischung aus Natron, Zitronensäure und Speisestärke hast du einen perfekten Ersatz für deine Scheuermilch und kannst dein Bad von allem Dreck befreien und viele Plastik-Produkte konventioneller Reinigungshersteller vermeiden. Es geht aber auch nur mit Natron und ein wenig Wasser, vermischt zu einer Paste. Viele andere Anleitungen/Rezepte für Alternativen in der Haushaltsreinigung gibt es Hier. Es braucht auch nicht zwingend die „Chemie-Keule“, um hartnäckige Verkrustungen und Fettablagerungen im Backofen zu entfernen. Auch hier kann das Wundermittel Natron wunderbar helfen. Einfach Natron mit Wasser im Verhältnis 1:1 zu einer Paste vermischen und diese auf die betreffenden Stellen im Backofen verteilen. Den besten Effekt erzielt man, wenn man das Ganze eine gute Weile lang über Nacht einwirken lässt. Im Anschluss lässt sich das Gemisch aus Schmutz und Paste einfach und problemlos mit einem Schwamm entfernen. Wische einfach im Anschluss mit reichlich klarem Wasser nach.

Besonders toll finde ich zum Beispie auch die Möglichkeit Flecken aus dem Teppich, ohne Zuhilfenahme von Spezialmitteln, zu entfernen. Einfach ein wenig Pulver auf die besagte Stelle, einen halben Tag einwirken lassen und anschließend wegsaugen. Besser geht es nicht! Ohne Zuhilfenahme eines konventionellen Mittels. Plastik vermeiden kann so einfach sein. 

Auch Schimmel, besonders viele schwarze Stellen auf den Fliesen, lässt sich mit Natron beseitigen, da es antibakteriell wirkt. Seitdem schätze ich das Putzmittel mit Natron selber machen sehr. Wo wir gerade bei Fliesen sind. Eine meterlange Ameisenstraße wandert durch deine Küche? Und egal, was du tust, um sie zu stoppen – aus irgendeiner Ecke kommen Sie jedes Mal wieder? Auch hier ist Natron ein wirkungsvolles Mittel. Streu das Pulver überall hin, wo die Ameisen hingelangen: entlang der Fußleisten, in den Zimmerecken, in die Löcher des Ameisen-Baus und ggfs. auch in deinen Schränken. Das Natron tötet die Ameisen ab, da es die Ameisen-Säure in ihrem Körper neutralisiert. 

Wenn dir das noch nicht genug ist, dann wirst du staunen, welche Kraft Natron in der Geruchsbekämpfung entfaltet. Übelriechende Mülleimer können schnell unangenehm werden. Einfach Natronpulver auf den Boden des Mülleimers verteilt und die Gerüche entstehen erst gar nicht. Diese Geruchsneutralisation kann auch in einem eigens hergestellten Raumspray verwendet werden. Genau solche Tipps finde ich so einfach in der Umsetzung und effektiv im Resultat. Da Natron neutralisierend wirkt, kann das Pülverchen auch unangenehme Gerüche wie Mundgeruch vertreiben. Als natürliche Alternative zu aromahaltigen Zahnpasten, kann Natron auch als kostengünstige Zahnpflege verwendet werden. Einfach jeden Morgen mit einem Glas Wasser, versetzt mit einem Teelöffel Natron, gurgeln. Diese Mischung sorgt nicht nur für einen angenehmeren Mundgeruch sondern auch für eine optimale, und schonendere Reinigung deiner Zähne. Auch andere unerwünschte Körperdüfte können mithilfe von Natron beseitigt werden. Ebenso effektiv bindet Natron auch lästige Gerüche aus dem Kühlschrank und nimmt überflüssige Feuchtigkeit auf. Dazu einfach eine kleine Schüssel mit Natron in den Kühlschrank stellen und diese einmal pro Woche auswechseln.

Auch für alltägliche Sachen wie das Herausziehen von Splittern kann Natron wahre Wunder wirken. Viele Eltern von kleinen Kindern wissen vermutlich, wie hartnäckig Holzsplitter in der Haut ihrer Liebsten feststecken können. Anstrengend wird es dann, wenn sich das beim Entfernen des Splitters betroffene Kind zappelnd und schreiend herumwindet. Auch hier hilft ein Trick: Streue einfach etwas Natron über die Stelle, gib zwei oder drei Tropfen Wasser dazu und klebe ein Pflaster drauf. Lass das Natron drei bis vier Stunden einwirken. Nach dem Entfernen des Pflasters ist die Stelle leicht geschwollen und der Splitter tritt im Idealfall ein Stück hervor. Er lässt sich nun leicht mit einer Pinzette oder etwas Druck entfernen. 

Es gibt noch so viele andere Anwendungen für ein Leben ohne Plastik und ich könnte noch ewig so weitermachen. Es ist erstaunlich, wie eine solche chemische Zusammensetzung auf so viele Bereiche im Alltag angewendet werden kann. Jedenfalls hast du nun einen Eindruck davon bekommen, wie gut dieses natürliche Hausmittel den industriellen Reinigungsmitteln die Stirn bieten kann ohne Plastikmüll zu erzeugen. Für mich eine absolute Neu- bzw. Wiederentdeckung eines altbewährten Rezeptes, dass in Zukunft so oft wie nur möglich von mir verwendet wird und plastikfrei leben so einfach macht. 

 

Natron kann auch Gesundheit und Körperpflege 
Es ist unglaublich, aber es gibt noch viele andere Bereiche in denen Natron Anwendung finden kann und Plastikmüll, dank Plastik -Vermeidung, Einhalt gebietet. Zum Beispiel gibt es im Bereich Beauty und Gesundheit enorm viele Tipps und dort ist es ebenso effektiv. Aufgrund seiner besonders verträglichen Eigenschaften ist Natron besonders gut für die Verwendung auf Haut und Haar geeignet. Bei sehr fettigen Haaren und einer sensiblen Kopfhaut ist Natron eine natürliche Alternative zu chemischen, silikonhaltigen Shampoos, die in Plastikverpackungen daherkommen. Was natürlich auch plastikfreies Leben begünstigt. Verwende das Pulver einfach wie ein Trockenshampoo auf dem Haar oder löse es mit etwas Wasser zu einem basischen Shampoo auf. Nach einer kurzen Einwirkzeit werden die Rückstände entweder herausgebürstet (bei der trockenen Variante) oder gut ausgewaschen. Natron entzieht die überflüssigen Fette im Haar und macht es wieder seidig und glänzend. Ich selbst habe diese Erfahrung in meinem Alltag gemacht. 

Denn richtig glücklich bin ich über die Erkenntnis, dass mir das Natron beim Haarewaschen einen wunderbaren Shampoo-Ersatz bietet. Schon lange war ich auf der Suche nach Haarwaschmitteln, die keine schädlichen Substanzen enthalten, meine lockigen Haare entfetten und in den Griff bekommen können. Nach langem Suchen bin ich endlich fündig geworden. Zusammen mit Apfelessig als natürliche Spülung bin ich super zufrieden mit dem Ergebnis meiner gewaschenen Haare und möchte nicht mehr darauf verzichten müssen. Viele Plastik-Produkte auf dem Wannenrand gibt es dann nicht mehr. Plastikfreies Leben kann so einfach sein.

Auch dein Gesicht kann von den tiefenreinigenden und durchblutungsfördernden Eigenschaften des Natron profitieren. Mit einem selbstgemachten Peeling zum Beispiel reinigst du deine Haut auf natürliche Weise und sparst dazu noch viel Geld im Vergleich zu herkömmlichen Pflegeprodukten aus Plastik. Das geht ganz einfach: Verteile das Pulver auf deiner angefeuchteten Hand und verreibe es in regelmäßigen Kreisbewegungen auf deinem Gesicht. Gehe dabei besonders über hartnäckige Stellen an Nasenflügeln, Kinnfalte und Hals, um ein optimales Ergebnis mit strahlendem Teint zu erhalten. 

Freunde von mir verwenden Natron zum Beispiel mehr und mehr als Deo-Ersatz. Gerade das schädliche Aluminium in diesen Plastik-Produkten kann so umgangen werden. Ein selbstgemachtes Deo ist schnell gemacht und braucht nur wenige Inhaltsstoffe. Du brauchst eine Sprühflasche, ein Teelöffel Natron und 700ml abgekochtes, erkaltetes Wasser. Gern kannst du nach Belieben einige Tropfen ätherische Öle wie Teebaumöl, Sandelholz oder Salbei hinzugeben. Die oben angesprochene Geruchsneutralisierung des Natrons kann auch gegen Schweißfüße helfen. Einfach etwas Pulver in eine Wasserschüssel geben und die antibakterielle Wirkung nutzen. Auch die Haut wird davon um einiges weicher. Diese Tipps habe ich selbst ausprobiert! Auch eine kleine Menge Natron in den Schuh gestreut soll unangenehme Gerüche bekämpfen.

Dich plagen Halsschmerzen? Du ahnst es mittlerweile. Auch hier gibt Natron Abhilfe, indem es den pH-Wert deines Mundes neutralisiert. 

Außerdem kannst du Natron auch in der Küche verwenden und so plastikfrei leben. Dort ist es ein wahrer Freund und Helfer für dich. Gerade für Obst und Gemüse gibt es mehr Anwendungsmöglichkeiten als du vielleicht denkst. Hülsenfrüchte und Bohnen werden so zum Beispiel schneller weich und bekömmlicher und die grüne Farbe von Kohl und Spinat bleibt beim Kochen erhalten. Ist die Pfanne nach der Zubereitung mal von Soßen völlig eingetrocknet müssen keine teuren und chemischen Putzmittel gekauft werden. Die Pfanne einfach mit Natron ein paar Minuten einweichen lassen und danach mit klarem Wasser ausspülen. Diese Methode ist nicht nur umweltfreundlich, sondern schont nebenbei auch die Haut, da Natron milder wirkt als die meisten Spülmittel. Hobbyköche können von Natron also wunderbar profitieren. Das weiße "Gold" kann nämlich in Verbindung mit bestimmten Nahrungsmitteln ein hilfreicher Partner sein. 

Selbstgemachte Marmeladen aus Früchten wie Johannis- oder Stachelbeeren enthalten beispielsweise eine stark säuerliche Note. Dagegen wird oftmals einfacher Haushaltszucker eingesetzt. Eine sehr bekömmliche Alternative ist der Einsatz von Natron zur Geschmacksmilderung, da Natron neutralisierend und mildernd auf den Geschmack wirkt. Genießern unter euch mit empfindlichem Magen kann ich noch folgenden Tipp mitgeben: Streut einfach Natronpulver in geringen Mengen über euren zubereiteten Kohl, um die blähende Wirkung zu verringern. 

Du siehst, es gibt immer Alternativen und ich könnte auch hier wieder ewig weitermachen. Es gibt noch so viele andere Anwendungsbereiche. Auch die Beseitigung juckender Stellen durch Insektenstiche ist damit möglich. Allein im Gesundheitsbereich gibt es noch viele andere Anwendungen doch darauf einzugehen würde hier den Rahmen sprengen. Plastikfrei leben ist also doch gar nicht so schwer, wie man zuvor vielleicht dachte. Doch zu jedem Alltagsproblem hat unsere Industrie auch etwas entwickelt, dass uns helfen soll. Den jedoch dadurch steigenden Müllberg aus Plastik verlieren wir leider schnell aus den Augen. Ist Natron also die perfekte Lösung Plastik zu vermeiden? 

 

Natron - das beste natürliche Hausmittel weit und breit? 
Definitiv ja! Nicht nur, dass Natron ganz einfach günstiger ist und effektiver genutzt werden kann. Ich denke der große Vorteil dieses Naturwunders ist seine vielfältige Anwendung im Alltag. Überall dort, wo konventionelle Mittel zum Einsatz kommen, die leider noch viel zu oft in Plastik eingepackt werden, spielt es seine volle Stärke aus und kann viele Plastik-Produkte ersetzen und so zu einem plastikfreien Leben führen. 




Das Endresultat ist: Ich habe nahezu dasselbe Ergebnis im Haushalt, in der Küche oder bei meiner täglichen Pflege. Dafür jedoch keinerlei Plastikmüll.
Es bleibt also zu hoffen, dass immer mehr Menschen Natron für sich entdecken, sich auf das Experiment einlassen und ihre eigenen persönlichen Erfahrungen machen und die Plastikfreiheit entdecken. Mir jedenfalls hat Natron schon eine ganze Menge Geld eingespart, ganz zu schweigen von seinen vielen positiven Effekten und dem guten Gewissen weniger Plastikmüll zu produzieren. 
Einfach plastikfreier leben, das ist es doch was wir wollen oder nicht? Ich hoffe die vielen Tipps konnten dich überzeugen, dass plastikfrei leben gar nicht so schwer ist? Ein Leben ohne Plastik ist gar nicht so weit entfernt, wie du vielleicht denkst...